Carbon Recovery Akademie Teil 4: Wie schont recovered Carbon Black aus Altreifen die Umwelt?

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Claus Lamer (Geschäftsentwicklung & Vertrieb, Carbon Recovery) befasst sich im 4. Teil der „Carbon Recovery Akademie“ mit der Frage, wie der zurückgewonnene Feststoff aus der Altreifen-Pyrolyse die Umwelt schont und was er sonst noch kann.

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Unser wichtigstes Hauptprodukt aus der Pyrolyse von Altreifen ist der wiedergewonnene feste Kohlenstoff. Dieser wird als recovered Carbon Black oder abgekürzt als rCB bezeichnet (was man mit „recyceltem Kohlenstoff-Schwarz“ übersetzen könnte).

Wozu benötigt man Carbon Black überhaupt?
Carbon Black ist ein Hochtechnologie-Werkstoff (bitte nicht zu verwechseln mit Diesel- oder Kamin-Ruß!), der dem Naturgummi und synthetischem Gummi Eigenschaften wie z.B. UV-Beständigkeit, Dehnbarkeit, Abriebfestigkeit und Farbe gibt. Der jährliche Bedarf an Carbon Black liegt bei rund 14 Millionen Tonnen weltweit und steigt jährlich um 4%.

Recovered Carbon Black (rCB) aus Altreifen besteht zu über 80% aus wiedergewonnenem konventionellen Carbon Black, sowie aus Silicium und etwas Zinksulfid (beides sind Bestandteile des Reifens). Umfangreiche Studien und Testreihen der Industrie haben bewiesen, dass recovered Carbon Black das umweltbelastend erzeugte konventionelle Carbon Black bis zu 100% ersetzen kann. So verbaut z.B. Volvo seit 2016 nur noch bestimmte Gummiteile, wenn sie zu 100% mit recovered Carbon Black produziert wurden.

Carbon Recovery

Was ist der Vorteil für die Umwelt?
Eigentlich ist das eine einfache Rechnung, denn die Produktion verbraucht etwa 2 Tonnen fossiles Öl, viel Wasser und Energie und erzeugt eine CO2-Belastung von bis zu 5 Tonnen pro Tonne konventionelles Carbon Black!

Wir gewinnen mit einer Anlage aus 8.000 Tonnen Altreifenschnitzel rund 3.000 Tonnen recovered Carbon Black und sparen so rund 6.000 Tonnen Rohöl (und ersparen dessen umweltschädliche Förderung!) und rund 15.000 Tonnen CO2 ein. Mit einer einzigen Anlage!

Experten schätzen den Bedarf an recovered Carbon Black allein in der europäischen Gummi-Industrie auf rund 250.000 Tonnen jährlich. Das würde eine jährliche Entlastung für die Umwelt von rund 1 Million Tonnen CO2 bedeuten – und bereits rund ein Fünftel der jährlich in der EU anfallenden Altreifenmenge (von 3,5 Millionen Tonnen) vor der Vernichtung in Industrieöfen retten.

MEHR ZU CARBON RECOVERY.

PS: Nächste Woche beschäftigen wir uns mit der Frage, wie eine Altreifen-Pyrolyse funktioniert und warum sie energieautark arbeiten kann.


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