#fragCONDA: Bin ich Crowdfunder oder Crowdinvestor?

 

Was unterscheidet eigentlich einen Crowdfunder von einem Crowdinvestor? Anita Kofler, Assistentin im Projektmanagement bei CONDA, hat sich in der heutigen Ausgabe von #fragCONDA intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Obwohl die beiden Begrifflichkeiten oft synonym verwendet werden, unterscheiden sie sich doch in wesentlichen Punkten voneinander. Je nach Art der Gegenleistung, die sich ein Kapitalgeber erwartet, können Vorteile im Crowdfunding oder im Crowdinvesting geschöpft werden. So unterschiedlich die Interessen der Anleger sind, so vielfältig ist auch das Angebot. Um sich schließlich für die eine oder die andere Variante zu entscheiden, werden die beiden Arten nun etwas genauer beleuchtet.

Ich bin ein Crowdfunder
Als Crowdfunder erwartet man sich typischerweise eine nicht-monetäre Gegenleistung für seinen Unterstützungsbeitrag. In der Regel stehen persönliche und moralische Interessen im Vordergrund. Dazu zählen das schenkungs- sowie das vergütungsbasierte Crowdfunding. Beim schenkungsbasierten Crowdfunding wird in den meisten Fällen ein wohltätiges oder künstlerisches Projekt unterstützt. Diese Art kann grundsätzlich mit einer Spende verglichen werden. Im Gegensatz zur regulären Spende können Crowdfunder aber auch Faktoren wie Zeit und Wissen zur Verfügung stellen. Als Gegenleistung genügt den Crowdfundern die Gewissheit, ein Unternehmen mit seinen verfügbaren Ressourcen zu unterstützen und dabei etwas Gutes zu tun.

Ähnlich verhält es sich auch beim vergütungsbasierten Crowdfunding. Hier werden häufig Ein-Personen-Projekte, Vereine oder Startups in sehr frühen Phasen unterstützt. Kapitalgeber erwarten für Ihre finanzielle Unterstützung ein Dankeschön, beginnend bei rein symbolisch-ideellen Belohnungen bis hin zu fertigen Produkten. Dazu kann z.B. ein exklusives Exemplar einer CD, eine Konzertkarte oder ein bedrucktes T-Shirt zählen. Im Normallfall erwartet sich ein Crowdfunder keine intensive, fortlaufende Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Im Vordergrund steht die Unterstützung zur Entwicklung der Leistung oder des Produktes.

Ich bin ein Crowdinvestor
Crowdinvestoren sind Privatanleger, die in ein Unternehmen investieren und im Gegenzug eine monetäre Rendite erhalten. Egal ob mit kleinen oder großen Beträgen, die Kapitalgeber erwarten sich Zinsen bzw. eine Gewinn- oder Umsatzbeteiligung am Unternehmen. Crowdinvestoren helfen dem Unternehmen dabei sich aufzubauen und zu wachsen, indem sie ihm mittel- bis langfristig Risikokapital zur Verfügung stellen. Das Interesse am Unternehmen ist in der Regel groß. Oft sind es die Gründer und Ihre Geschäftsidee, die die Kapitalgeber überzeugen. Nicht selten sind es aber auch die finanziellen Aspekte, die einen Crowdinvestor antreiben. Immerhin wollen diese für ihr Risiko entsprechende Möglichkeiten vorfinden, am Unternehmenserfolg zu partizipieren. Ein klassischer CONDA-Investor verfolgt genau dieses Ziel. Die Unternehmen, die sich auf unserer Crowdinvesting-Plattform präsentieren, bieten ihren Investoren Basiszinsen ab 4% p.a. sowie Bonuszinsen, die sich am Unternehmenserfolg orientieren. Mehr dazu.

Sowohl als Crowdfunder als auch als Crowdinvestor kann die finanzielle Unterstützung oder das Investment einen Mehrwert für den Anleger bringen. Wichtig ist, dass man seine eigenen Erwartungen überdenkt und für sich selbst die Entscheidung trifft, ob man Profit aus einer Anlage ziehen will, oder ein Projekt aufgrund seiner besonderen Eigenschaften unterstützt.


Karin Turki

Beitrag von

Karin Turki

in CONDA-Blog-Post, InvestorInnen


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