Das sind die schlauen Köpfe hinter WSF

Das sind die schlauen Köpfe hinter WSF

Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat“, schrieb Mark Twain 1897. Über 100 Jahre später hat Twains treffend formulierte Lebensweisheit nichts an ihrer Aktualität eingebüßt. Als Roland Wallmannsberger und Alexander Schnöll 2020 erstmals ihre Idee zur Umgestaltung und Optimierung der internationalen Fahrradfertigung vorstellten, wurden sie zwar nicht als „Spinner“ tituliert, die wirtschaftlich rentable Umsetzung ihres Konzepts aber stark angezweifelt.  

Fokus auf Qualität und Schnelligkeit

Wallmannsberger und Schnöll – beide über zehn Jahre als Berater und Manager im Automotive-Bereich tätig und dabei unter anderem für Logistik, Einkauf, Supply Chain Management, Produktion und Qualitätssicherung zuständig – schlugen vor, Fahrräder wieder im großen Stil im Herzen Europas, der DACH-Region, zu bauen. Durch ein Fertigungskonzept entlang der kompletten Wertschöpfungskette (vom Sourcing der Bauteile bis zur Auslieferung der fertigen Räder) und optimierte Montageprozesse sollte die Qualität der Räder garantiert, etwaige Mängel sowie in weiterer Folge Reklamationen vonseiten der Konsument:innen verhindert und eine schnellere Verfügbarkeit auf dem Markt gewährleistet werden. Dadurch würden Fahrradhersteller ein Umsatzplus verbuchen; Konsument:innen würden schneller ihr perfektes Wunschrad erhalten.  

Vom Unmöglichen zum Erfolg

Das Feedback aus der Branche lautete „nicht umsetzbar, nicht wirtschaftlich und für die Fahrradindustrie ungeeignet.“ Die beiden Österreicher reagierten auf ihre eigene Weise. Frei nach dem Motto „Geht nicht gibt’s nicht“ hingen sie ihre beratende Funktion an den Nagel und stampften in kürzester Zeit ihre eigene Fahrradfertigung aus dem Boden. Im Dezember 2020 gründeten sie WSF Bicycle Technology, im Juli 2021 verließ das erste Bike ihre Werkshalle in Regau. Zwei Jahre später beschäftigt WSF über 40 Mitarbeiter:innen und fertigt knapp 2.000 (E-)Bikes pro Monat für Fahrradhersteller aus dem DACH-Raum, Großbritannien und Kanada.  

Expansion durch Crowdinvesting

Das Fertigungskonzept von Alexander Schnöll und Roland Wallmannsberger erwies sich nicht nur als umsetzbar, wirtschaftlich und bestens für die Fahrradindustrie geeignet, es etablierte sich auch innerhalb weniger Jahre in einer stark umkämpften Branche. Nun heben die beiden Gründer ihre wegweisende Idee auf den nächsten Level. Mittels Crowdinvesting-Kampagne soll das Produktionsvolumen bis 2026 vervierfacht werden. Die Idee zweier vermeintlicher „Spinner“ schickt sich an, die gesamte Fahrradindustrie im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus zu revolutionieren. Geht nicht? Gibt’s nicht! 

 

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Dina Mansour

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