plants4friends: Cannabis ist in Deutschland auf Rezept freigegeben

Welche Auswirkungen hat diese Entscheidung im Deutschen Bundestag auf unser Geschäftsmodell?

Der Bundestag hat einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der Cannabis in Deutschland auf Rezept legalisiert. Ab jetzt sollen die Krankenkassen die Kosten der effektiven Cannabis-Therapie übernehmen, was vielen Patienten Hoffnung macht. Diese Entwicklung ist ein großer Schritt und ein wichtiges Zeichen für die Vision von plants4friends. Plants4friends hat die wichtigsten Eckdaten für euch zusammengefasst und erörtern, welche Tragweite diese Entscheidung für die weitere Geschäftsentwicklung hat.

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Vor allem Schwerkranke profitieren
Das neue Gesetzt betrifft nicht die völlige Freigabe und Legalisierung von Cannabis, sondern die kontrollierte Freigabe gegenüber schwer kranken Patienten. Cannabis hilft bei Spastiken, bei Multipler Sklerose, chronischen Schmerzen, Rheuma oder Krebs. Vor allem wirkt es gegen Appetitlosigkeit bei Krebspatienten und auch gegen Übelkeit bei Chemotherapien. In Zukunft sollen Ärzte Arzneimittel mit Cannabiswirkstoff ohne Sondergenehmigung verschreiben können. Zukünftig kommt sogar eine entsprechende Kostenerstattung durch die Krankenkasse in Betracht. Um eine Therapie mit Cannabis verschrieben zu bekommen, müssen Patienten bestimmte Kriterien erfüllen. So muss

  • eine schwere Krankheit vorliegen,
  • eine chronische Krankheit vorliegen, oder
  • ein herkömmlicher Behandlungsversuch bereits gescheitert sein.

Der Bedarf könnte Schätzungen zufolge durchaus hoch sein und ca. 1 % der deutschen Bevölkerung betreffen. Das bedeutet, dass ca. 800.000 Patienten in Zukunft von dieser Neuregelung profitieren könnten und als potenzielle Patienten in Betracht kommen.
Parallel zum neuen Gesetz, das bereits im März 2017 in Kraft tritt, startet eine Begleitstudie. Sie hat zum Ziel, umfassende Erkenntnisse über die Wirkung der Therapie mit Cannabis zu gewinnen. Dazu sammelt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Daten zu Diagnose, Therapie und Nebenwirkungen, die von den behandelnden Ärzten anonymisiert bereitgestellt werden.

Noch keine Aufhebung des allgemeinen Cannabis-Verbots
„Wem Cannabis wirklich hilft, der soll Cannabis nun auch bekommen können, in qualitätsgesicherter Form und mit einer Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen.“ kommentierte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marle Mortler (CSU) das neue Gesetz. Eine Entwicklung wie in den Vereinigten Staaten, wo Cannabis allgemein legalisiert wurde, ist vorerst nicht absehbar. Jedoch entwickelt sich weltweit eine breite Front an Staaten, die Cannabis auch zur „Freizeitnutzung“ anerkannt haben (Uruguay, Colorado, Kalifornien, Tschechien, Niederlande usw.). Die medizinische Freigabe auf Rezept ist ein Quantensprung in der aktuellen Entwicklung.

Großes medizinisches Potential
Trotz einiger Einschränkungen, ist das neue Gesetz als wichtiger Schritt in die richtige Richtung zu begrüßen. Zahlreiche Studien weisen Cannabis ein großes medizinisches Potential bei der Bekämpfung schwerer Krankheiten nach. Für die Nutzung von Cannabis bei Krebs-, Aids- und Rheumapatienten spricht zum Beispiel

  • die schmerzlindernde Wirkung
  • die hohe Verträglichkeit
  • die Kostengünstigkeit
  • die muskelentspannende Wirkung
  • die appetitanregende Wirkung

Zudem zeigt Cannabis  bei ADHS und Tourette-Patienten Wirkung und wird auf Grund seiner muskelentspannenden Eigenschaften bei Multipler Sklerose eingesetzt.

Hohe Vorgaben und strenge Reglementierung
Der Medizinal-Hanfanbau wird in Deutschland durch eine staatliche „Cannabis-Agentur“ geregelt werden. Strenge Vorgaben und Reglementierungen werden an die Reinheit von medizinischem Hanf gestellt. Der erforderliche Wirkstoffgrad muss gewährleistet werden, sowie auch die Reinheit der Pflanzen garantiert sein. Die Pflanzen dürfen nicht mit Schadstoffen und Pestiziden verunreinigt sein.

Was bedeutet das für unsere plants4friends GmbH in Salzburg?
Noch unbekannt sind die Voraussetzungen, um als qualifizierter Cannabis-Lieferant aufgenommen zu werden. Die deutsche Cannabisagentur wird aktuell noch installiert. Auf unsere Anfrage beim BfArM gibt es bis dato noch keine Rückmeldung.

Wir sind jedoch bereit und liebäugeln mit einer weiteren Produktionsstätte im grenznahen Freilassing. Wir gehen davon aus, dass wir den hohen Anforderungen der deutschen Cannabisagentur gewachsen sind. Wir verfügen über das nötige Sachwissen, die geeigneten Mitarbeiter und nach Abschluss der Crowdinvesting-Kampagne, auch über die geeignete Infrastruktur für medizinischen Cannabis-Anbau.

Details werden wohl in den nächsten Wochen bekannt gegeben. Sobald wir Neuigkeiten haben, werden wir diese natürlich sofort für euch veröffentlichen!

Österreichischer Gesetzgeber jetzt unter Zugzwang
Österreich ist, neben dem Nachbar Italien, das einzige Land in Europa mit einem staatlichen Monopol für die Produktion von Cannabispflanzen zur Arzneimittelherstellung. Die deutsche Gesetzgebung hat mit dem neuen Gesetz einen tollen Lösungsansatz gefunden. Die österreichischen Gesetzesgeber kommen nun unter Zugzwang. Sie müssen einen gesetzlichen Rahmen schaffen, um den Bedürfnissen der zahlreichen Patienten gerecht zu werden.

Jetzt zukunftsorientiert denken und investieren
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Freundliche Grüße,

Roland Birner
Geschäftsführer


Hannah Sturm

Beitrag von

Hannah Sturm

in CONDA-Blog-Post


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